Es ist Zeit, das Arbeiten zu lassen.
Es ist Zeit, auch das Bedauern über das Lassen der Arbeit zu lassen.
Nach einer erfahrungsreichen und sinnerfüllten Arbeit mit dem Argentinischen Tango – als Tanz und als Metapher für Beziehung aller Art – freue ich ich auf meinen nächsten Lebensabschnitt.
Allerdings vermute ich, dass ich meine Füsse auch in Zukunft nicht ganz stillhalten kann.
Mit einem Lächeln erinnere ich mich an den Text «Aus dem Tagebuch des Schülers Kostja Rjabzew», 1927 (Verfasser Nikolaj Ognjow), den ich damals als Vorwort zu meinem Beratungskonzept (EGIS – Supervision als Kunst) gewählt hatte:
Der Redakteur der «Garnrolle», der die Frage: „Wozu leben wir?“ gestellt hat, scheint Lust zu haben, sich in das Gestrüpp der Philosophie zu begeben. Vielleicht aber hat ihn grosses Zittern und Beben vor der Nichtigkeit des menschlichen Lebens erfasst. Im ersten Fall ist’s ja gut, im zweiten ist’s schlimm. Und zwar aus folgendem Grunde: «Leben, um zu leben» ist die einzige Antwort auf die gestellte Frage, so sonderbar und so einseitig das auch klingen mag. Der ganze Zweck, der ganze Sinn des Lebens besteht für den Menschen im Leben selbst, im Prozess des Lebens. Um den Zweck und den Sinn des Lebens zu erfassen, muss man vor allem das Leben lieben, gänzlich – wie man so sagt – im Wirbel des Lebens untertauchen; erst dann wird man den Sinn des Lebens erfassen, wird man verstehten, wozu man lebt. Das Leben ist etwas, was im Gegensatz zu allem, was der Mensch geschaffen hat, keine Theorie benötigt; wer die Praxis des Lebens erfasst, dem wird auch die Theorie des Lebens klar.
C.G. Jung sagt: Das Einfache ist immer das Schwierigste…
– und ich denke: «Nach allen den wunderbaren Herausforderungen wage ich mich nun ans „Einfache“.»
Allerdings vermute ich, dass ich meinen Füsse auch in Zukunft nicht stillhalten kann!
Immer interessiert werde ich bleiben:
– an beruflichem Erfahrungsaustausch
– an professionellen Kurzberatungen
– an Bewegungssequenzen in Ihrem Beratungs-/Seminarangebot
So bin ich freudig gespannt auf viel «Bewegung in Begegnungen», auf alles was noch kommt, ruft und mich zum Tanz einlädt!
Und von Herzen bedanke ich mich bei allen Lehrer*innen, die mir ihr Können und Wissen vermittelt haben und natürlich bei Euch «Aktiven», für das Vertrauen, das lebendige Geben und Nehmen und für alle Prozesse, die dadurch möglich wurden.
Tanzt, tanzt, tanzt…

… bei Gelegenheit – 1:1-Beratung
In einer Kurzberatung schenke ich Ihnen meine Zeit.
Spielerisch fangen Sie den springenden Punkt ein, packen den roten Faden wieder, halten das Gedankenkarussell an – so dass Ihnen eine Lösung zufallen darf, ein Stocken wieder in Fluss kommt und Sie dem nächsten Schritt eine (andere?) Richtung geben können.
Gerne bin ich mit Ihnen in der Natur unterwegs. Der Weg entsteht ja bekanntlich im Gehen;-)

EIN WEG IN DIE RUHE
Resonanz-Körperarbeit
In dieser Arbeit gehe ich davon aus, dass wir alle mit grossen Qualitäten zur Welt kommen. Vieles davon wird im Laufe des Lebens zugeschüttet oder verbogen, anderes kann sich entfalten. Da, wo wir unser Potential leben können, erfahren wir uns als lebendig und beglückt, das Zurückgebundene drängt uns – oft über Umwege – es zu ent-decken und als Wert anzuerkennen.
Kristall aus Wasser, dem Tango Argentino vorgespielt wird

Meditation will uns in Berührung mit diesem „so-Sein“ bringen. Aus der Hektik des Alltags heraus „für sich“ zu meditieren, ist für Viele schwierig. Mein „Gehen zu zweit“ ist ein Ansatz, diese Schwierigkeiten buchstäblich zu um-gehen:
In einem Raum von Achtsamkeit und Absichtslosigkeit entsteht Stille. Der ganze Mensch ist gegenwärtig. Das Gehen zu zweit, die Bewegung ist zentral. Eigene und gegenseitige Wahrnehmung finden auf eine subtile, vertiefte Art statt. Der dabei entstehende Dialog läuft grösstenteils über die Körpersprache. Ein vielschichtiges Erleben läuft ab.
In diesem Da-Sein in freischwebender Aufmerksamkeit können ordnende und heilende Prozesse ablaufen. Im Körper Gespeichertes kann auftauchen.
Beim Gehen übertragen sich nicht nur Kraft/Energie, sondern auch Stimmungen, Empfindungen, Gefühle und Bilder. Das Bewusstsein ist „nicht-denkend“, hat dafür einen hohen Grad an Wachheit. Die Grenzen zwischen mir und dem Gegenüber sind durchlässig, bleiben aber bestehen.
Das Sprechen beschränkt sich auf kurzes Beschreiben und Abgleichen des Wahrgenommenen. Sanfte Korrekturen und Anregungen, ebenfalls auf der Körper-Energie-Ebene, können stattfinden, manchmal im wörtlichen Sinne über das Wechseln der Standpunkte, d.h. z.B. der Plätze oder Rollen.
Voraussetzung, um von dieser Art Arbeit zu profitieren, ist die Fähigkeit, sich einer Reduktion der äusseren Aktivitäten zu stellen und Wahrnehmungen zuzulassen. Es genügt auch schon das In-Resonanz-gehen-Wollen – denn die Wahrnehmung schult sich im Tun.
Bewegung in Ihr Beratungsangebot
Der „Dialog in Bewegung“ ist mein Werkzeug. Die Parallelen zu Prozessen in der Führungs-und Beratungstätigkeit sind vielfältig. In gewissem Sinn geht es bei beidem darum „ein System in Bewegung zu lenken“, respektive als Teil eines Systems „mitzugehen“ und gleichzeitig Einfluss zu nehmen. Die Beziehungsgestaltung ist m.E. wichtig für jede Zusammenarbeit.
Mögliche Themen, die über Bewegung sichtbar gemacht werden können:
- Impulse geben, annehmen, umsetzen
- Verantwortung übernehmen und abgeben
- Widerstand kreativ nutzen, mit Grenzen spielen
- sich einem Gemeinsamen unterordnen
- welche Art der Führung unterstützt das Folgen
- was, wenn „die Situation führt“?
- … Ihre individuellen Themen
Ich unterrichte keine Tanzschritte! Der Körperkontakt beschränkt sich auf Berührung über die Handflächen. Klare Anleitungen fördern Freiheit und Spielraum. Lernen über Bewegung wirkt nachhaltig. Dies wird von Fachleuten aus Psychologie, Soziologie, Körperarbeit und Coaching bestätigt.
Buch: Gedankenspiele
Erhältlich bei mir direkt (Telefon oder Link) Fr. 20.00 plus Versand.
… und in der Buchhandlung „Zur Rose“ in St. Gallen sowie im Bücherladen Appenzell

Über mich
Wer bin ich: Johanna Rossi, 1946
2 erwachsene Töchter (66/67), 3 Enkel-/, 2 Urenkel/*innen, Ehefrau, Alleinerziehende, Teil einer Patchwork-Family, Haus- und Berufsfrau, Südamerika-Aufenthalt 1971/72

- Ehem. Kaufmännische Angestellte im Sozial-, Medizin- und Schulbereich
- Sozialbegleiterausbildung am „Zentrum für soziale Aktion und Bildung Zürich“ 1984-87
- Weiterbildung in Gruppendynamik und -leitung, Persönlichkeitsbildung, Erwachsenenbildung
- Supervisorin EGIS „Supervision als Kunst“, BSO-anerkannt, Diplom 2004
- Weiterbildung zum Coach 2006
- Paarberaterin IBP 2006
- verschiedene Gruppenleitungen mit Jugendlichen und Erwachsenen zu Beziehungsthemen
- jahrelange Telefon- und Onlineberatung bei „appella“
- Tango argentino-Lehrerin in eigener Schule 1991-2011
- div. Aufenthalte in Buenos Aires
- Gastlehrerin für spezielle Tango argentino-Workshops, Einzelstunden
- Mitarbeit in Führungsseminaren
- Genossenschaftsrätin des Online-Magazins „Republik“
… und viel Lebens- und Liebeserfahrung!
Kontakt
Johanna Rossi
Tel 071 223 65 67
info@begegnung-in-bewegung.ch